Arbeitgeber sehen sich mit einer unan- genehmen Situation konfrontiert: Bewerber und Mitarbeiter h a b e n d i e W a h l . Immer öfter. Zumindest die Arbeit- nehmer, die über eine marktgerechte und damit begehrte Berufserfahrung verfügen, werden heftig umworben. Das führt zu völlig neuen Verhältnissen, die - je nachdem, wer welche Position auf dem Spielfeld Arbeits- markt hat - einen neuen Denk- und Verhal- tensansatz erforderlich machen. Sign-on Bonus, Kinderbetreuung, Partner-Job-Wechsel, Cafeteria-Compensation ... darf`s noch etwas Anderes sein? Was konkret bedeutet dies ? - Für Arbeitgeber Unternehmenstellen zunehmend fest, daß ihre Ausschreibungen und Stellenofferten ohne die erhoffte Resonanz bleiben. Die Frage, die sich für die meisten zunächst stellt: Wie lange können wir durchhalten, o h n e daß die ausgeschriebene Stelle besetzt ist und was passiert, wenn sie gar nicht be- setzt werden kann? Wer es grundsätzlicher anpackt, stellt weitere Überlegungen an: Warum sind wir nicht attraktiv gengug für jemanden, den wir ins Team holen wollen und worin unterscheidet sich der eine Mitspieler möglicherweise von anderen, die auch bei uns mitmachen? Was sind die Dinge, worauf die Mitarbeiter, die wir wollen, Wert legen? Welche Chancen haben wir, als Arbeitgeber akzeptiert zu werden? Das Stichwort hierzu heißt: Employer Branding (engl. = Arbeitgeber als Marke, Arbeitgeber- image) und bedeutet vor allem, sich unver- wechselbar zu machen und genau das im Arbeitsalltag anbieten zu können, was für die Menschen wichtig ist, die man für die pros- perierende Entwicklung seines Unterneh- mens benötigt. - Für Arbeitnehmer Wer fast täglich einen interessanten Job angeboten bekommt, freut sich zunächst, ... fühlt sich dann zunehmend weniger interes- siert und schließlich gar genervt. Manch einer wundert sich stattdessen, daß der Auf- schwung anscheinend alle anderen betrifft, nur nicht ihn selbst. . Eine marktgerechte und damit nachgefragte Berufserfahrung ins Spiel bringen zu können ist ein guter Ausgangspunkt; sich für einen falschen Arbeitgeber entschieden zu haben wird zukünftig stärker als jemals zuvor die Möglichkeit abschneiden, über marktgerech- te Qualifikationen zu verfügen. Das Stichwort heißt: Employability (engl. employable = einstellbar) Wie stelle ich sicher, daß ich nur mit den Arbeitgebern und Arbeitssituationen in Berührung komme, die meine Position am Arbeitsmarkt auf Dauer stärken. - Für Personaldienstleister In dem Maße, in dem die Anzahl der tatsäch- lichen Wechselsituationen gegenüber den potenziellen zurückgehen wird, werden die Zechen für Personaldienstleister von rosig auf dunkelrot wechseln. Aufträge zu erhalten ist heute schon einfach, Aufträge erfolgreich zu erledigen - unabhängig von der Methode und der Vorgehensweise - wird immer schwie- riger und unprofitabler. Das Unveränderliche daran wird vor allem durch Umstände aus- gelöst, an denen der Personaldienstleister nichts ändern kann. Mangelnde Authen- tizität und Glaubwürdigkeit der Auftrag ge- benden Unternehmen in deren Präsenz als Arbeitgeber vereitelt geradezu den Erfolg des Personaldienstleisters. Das Stichwort heißt hier: No-Show (a.d. Engl., ursprünglich für Fluggäste genutzt, die trotz Buchung bis zum Abflug der Maschine nicht erscheinen). Auch Personaldienstleister, die sich mit Training, Weiterbildung und Karriereberatung beschäftigen, werden ihr Angebot radikal verändern müssen, vorausgesetzt, sie wollen es mit neuem Ansatz in die Future Work - Welt hinüber retten. .
- Homepage
- Dr.Hegger&Partner
- Future Work
  - E-Porträt
  - Pathfinder
  - Ambitionen
- Inter Aktion
- Proprium